Übungsaufgabe: Wie Du die Energiekosten abängig von Energiepreis (Strompreis), Leistung (in Watt) und Energieverbrauch (in kWh) berechnest.

Komm das in der Prüfung?

Hallo liebe Niesnutzer! Heute habe ich ein sehr nützliches Video für Euch. Das Thema kommt fast immer (z.B. auch letztes Jahr) in der EEG Prüfung vor. Außerdem lernst Du hier, wie Du Deine Energiekosten für zu Hause oder die Energiekosten Deiner Kunden vorausberechnen kannst – sie werden es Dir danken!

Energiekosten berechnen für die Abschlussprüfung – kostenloses Video für Elektroniker

Energiekostenberechnung

Diese 4 Schritte musst Du zur Energiekostenberechnung gehen – manchmal auch in anderer Reihenfolge:

1. Nettopreis und Bruttopreis

Die tatsächlichen Energiekosten kannst Du berechnen, indem Du die Nettokosten mit 1,19 (bzw. 119%) multiplizierst. Du addierst also sozusagen die 19% Mehrwertsteuer oben drauf. Übrigens gibt es für die Kosten interessanter Weise keinen einheitlichen Formelbuchstaben. Ich verwende hier den Buchstaben K, da er durchaus gebräuchlich ist, zu wenig Verwechslungen führt und man sich ihn gut merken kann.

2. Nettokosten berechnen

Die Nettokosten findest Du heraus, indem Du den Netto-Arbeitspreis – umgangssprachlich „Strompreis“ – in ct/kWh (Cent pro Kilowattstunde) mit der geleisteten Arbeit W in kWh (Kilowattstunden) multiplizierst. Falls Du bereits den Brutto-Arbeitspreis gegeben hast, kannst Du Dir anschließend die Umrechnung auf den Bruttopreis (siehe 1.) sparen. Bei Dir zu Hause kannst Du übrigens die geleistete Arbeit vom Stromzähler ablesen.

Auch der Arbeitspreis hat übrigens keinen eindeutigen Formelbuchstaben. Oft wird aber dafür A verwendet. Auch das kann man sich gut merken. Verwechslungen sind zwar mit dem Formelbuchstaben A für Fläche (area) möglich, aber in den Energiekosten-Aufgaben geht es meist nicht um Flächen, daher ist die Gefahr gering.

3. Geleistete elektrische Arbeit errechnen

Natürlich kannst Du die geleistete elektrische Arbeit nur im Nachhinein vom Stromzähler ablesen. In dieser Aufgabe gehte es aber darum, die Energiekosten vorher zu berechnen. Dazu verwendest Du die Formel W = P * t, also „Arbeit ist Leistung mal Zeit“. In Worten gefasst bedeutet das übrigens: Je länger der Verbraucher in Betrieb ist und je mehr Leistung er dabei bringt, desto höher ist die insgesamt geleistete elektrische Arbeit. Vorsicht geboten ist beim Ermitteln der Zeit. Nur selten beträgt die Einschaltdauer 24 Stunden am Tag und ist so eindeutig gegeben wie in dieser Aufgabe.

4. Elektrische Leistung ermitteln

In dieser Aufgabe kann die Gesamtleistung zwar leicht berechnet werden, indem man die Anzahl n der Lampen mit der Einzelleistung P (in Watt) multipliziert, aber das ist noch lange nicht immer so einfach. Wüsstest Du beispielsweise, wie Du die zugeführte Leistung eines Elektromotors berechnest? Falls nicht: Hier wird der Anschluss von Elektromotoren erklärt und ganz nebenbei aus dem Typenschild die zugeführte Leistung berechnet.

Wo kann ich die Aufgabe herunterladen?

Sportschau gucken gibt ja bekanntlich keine Muskeln! Und zuschauen beim Rechnen gibt im Gehirn nicht die Verbindungen, die brauchst. Deshalb solltest Du auch selbst rechnen und nicht nur zugucken – am besten, bevor Du das Lösungsvideo anschaust. Lade Dir also hier kostenlos die Aufgabe herunter und versuche, sie selbständig zu lösen. Das Passwort zum Download-Bereich erhälst Du automatisch, wenn Du „SprichÜberTechnik.de“ kostenlos per Email abonnierst. Wenn Du dann alles gelöst hast, oder falls Du alleine wirklich nicht mehr weiter kommst, schau Dir mein Video an. Viel Erfolg!