Wie Du die Lichtberechnung in der Prüfung meisterst, wie Du das Tabellenbuch richtig benutzt, was Dich in dem Erklärvideo erwartet und wo Du das kostenlose Arbeitsblatt bekommst: 
Lichtberechnung nach dem Raumwirkungsgradverfahren für Elektroniker – kostenloses Video

Ist die Lichtberechnung eigentlich prüfungsrelevant?

Als Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik wirst Du in Deiner Prüfung sehr häufig eine Aufgabe zur Lichtberechnung finden. Für Elektroniker für Betriebstechnik ist das Thema überraschender Weise auch relevant, jedoch kommt es hier nicht ganz so häufig vor. Generell empfehle ich, vor diesem Thema andere Baustellen anzugehen, beispielsweise die Leitungsdimensionierung.

Bist Du nun bei der Beleuchtungsberechnung angekommen, solltest Du einen Fokus darauf legen, die entsprechenden Seiten in Deinem Tabellenbuch kennenzulernen. Auch wenn in den Prüfungen teilweise Tabellen gegeben sind, kannst Du hier zumindest das Prinzip verstehen. Außerdem weißt Du dann, wie es funktioniert, wenn Du die Tabellen in der Prüfung doch benötigst.
Ich selbst benutze übrigens das Tabellenbuch des Verlags Europa Lehrmittel, bei dem ich mich herzlich für die Nutzungsgenehmigung in diesem Lernvideo bedanke.

Beleuchtungsberechnung Schritt für Schritt

1. Raumindex und Reflexionsgrad

Beim Kochen legt man sich vorhe bestimmte Zutaten schon bereit, damit alles funktioniert. Das solltest Du in einer Matheaufgabe auch manchmal tun. Die ersten Zutaten, die wir bei der Beleuchtungsberechnung benötigen sind der Raumindex (k-Faktor) und die Reflexionsgrade (Rho) der Oberflächen. Der Raumindex hängt von den Maßen des Raumes (Höhe, Breite und Länge), der Anordnung der Beleuchtung (z.B. hängende Leuchten) und der Arbeitshöhe ab. Hierzu gibt es eine Formel im Tabellenbuch auf Seite 209. Die Reflexionsgrade findest Du ebenfalls auf dieser Seite. Sie hängen vom Werkstoff und seiner Farbe ab, Die wichtigsten Beispiele sind in einer Tabelle zusammengefasst. Alleine mit diesem „Zwischenergebnis“ kannst Du oft schon wertvolle Punkte sammeln. Deshalb würde ich die Werte auch immer explizit hinschreiben. So hat der Prüfungsausschus die Chance, Deinen Lösungsweg nachzuvollziehen und Dir ggf. Teilpunkte zu geben.

2. Beleuchtungswirkungsgrad, Raumwirkungsgrad und Leuchtenbetriebswirkungsgrad

Du brauchst den Raumindex, die Reflexionsgrade und den Leuten-Typ. Damit kannst Du aus dem Tabellenbuch auf Seite 219 den Leuchtenbetriebswirkungsgrad (fürchterlich langes Wort, oder?) und den Raumwirkungsgrad herausfinden. Wie Du das machst, wird in meinem Lehrvideo genau erklärt. Um jetzt den Beleuchtungswirkungsgrad zu erhalten, multiplizierst Du den Leuchtenbetriebswirkungsgrad mit dem Raumwirkungsgrad. Schon hast Du eine weitere Zutat für Dein Kochrezept

3. Wartungsfaktor und Mindestbeleuchtungsstärke

Je nach Nutzung des Raumes muss es dort eine bestimmte Mindestbeleuchtungsstärke geben. Im Lesebereich einer Bibliothek muss es beispielsweise heller sein, als in einem Lagerraum, denn sonst könnten die Besucher vielleicht nichts lesen. Wie hell es genau sein muss, ist natürlich auch in einer Norm festgelegt (nämlich in der DIN EN 12461-1). Selbstverständlich findest Du auch hierzu etwas im Tabellenbuch und zwar auf Seite 210 unten. Dieser Wert ist allerdings auch oft in der Aufgabenstellung vorgegeben.

Außerdem von der Nutzung des Raumes abhängig ist auch noch die Verschmutzung. Durch die Verschmutzung (aber beispielsweise auch durch die Alterung der Leuchtmittel) wird die Beleuchtung mit der Zeit dunkler. Normalerweise wird die Beleuchtung alle drei Jahre gewartet und gereinigt. Man muss also von vorne herein einplanen, dass es in dem Raum zum Ende des Wartungsintervalls auch immer noch hell genug sein muss. Dazu gibt es den sogenannten Wartungsfaktor. Man kann ihn einerseits sehr exakt bestimmen (siehe die Tabellen auf Seite 208). Andererseits wird er in Prüfungsaufgaben meist nur grob betrachtet. Er ist dann in der Aufgabenstellung gegeben oder kann auf der Seite 208 ganz unten (etwas unscheinbar) entnommen werden.

4. Anzahlt der Leuchten oder Beleuchtungsstärke berechnen

Wenn Du alle erwähnten Zutaten gesammelt hast, kannst Du Sie in eine einzige Formel einsetzen. Es ist die Formel Nummer 5 von der Seite 209 im Tabellenbuch. Du verwendest sie entweder so, wie sie ist, um die benötigte Anzahl von Leuchten zu berechnen oder Du stellst sie auf die Beleuchtungsstärke um. Dann kannst Du berechnen, wie hell es in einem Raum ist (wäre). Anschließend wird gegebenenfalls noch mit dem Wartungsfaktor multipliziert und fertig ist die Rechnung. Schau Dir für die Musterlösung das Video aufmerksam an!

Wo kann ich die Aufgabe herunterladen?

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Sportschau gucken gibt keine Muskeln! Deshalb musst Du selbst tätig werden und rechnen, anstatt nur zuzuschauen. Deshalb stelle ich kostenlos Aufgaben zu verschiedenen Themen auf dieser Homepage zur Verfügung. Lade Dir also bevor Du das Video schaust hier die Aufgabe herunter und versuche, sie zu lösen. Das Passwort zum Download-Bereich erhälst Du automatisch, wenn Du „SprichÜberTechnik.de“ hier kostenlos per Email abonnierst. Nachdem Du dann alles gelöst hast, oder falls Du alleine wirklich nicht mehr weiter kommst: Schau Dir mein Video an. Und jetzt: Ab an den Schreibtisch zum Rechnen! Möge Dir ein Licht aufgehen 🙂